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Istanbul - Kulturhauptstadt Europas 2010

© Bibliotheca Hertziana

Das Votum der internationalen Jury der Europäischen Union für die erste Stadt eines Nicht-Mitgliedstaates unterstreicht die Bedeutung der Stadt am Bosporus als ein Zentrum sowohl der europäischen als auch der orientalischen Kunst und Architektur.

Gegründet vor 2600 Jahren als griechisches Byzantion, stieg die Stadt in spätrömischer Zeit zu einem wichtigen Handelszentrum mit reger Bautätigkeit und schließlich als Konstantinopel zur Hauptstadt des byzantinischen Reichs auf. Vom 10. bis 12. Jahrhundert erlebte die damals einzige Weltstadt Europas neue Blütezeiten. Nach der osmanischen Eroberung 1453 wurde Stambul (seit 1930 Istanbul) zum Schmelztiegel der Kulturen zwischen Orient und Okzident mit reger, bis in die Moderne andauernder Kunstentwicklung.

Das letzte große Bauwerk der Spätantike, die im 6. Jh. unter Justinian I. als Kuppelbasilika errichtete Hagia Sophia, wurde seit 641 als Krönungskirche der byzantinischen Kaiser genutzt. Mit der Eroberung 1453 unter den Osmanen wurde die Kirche zur Hauptmoschee umfunktioniert. Seit 1934 wird der Bau als Museum genutzt.

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