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Seliges Lächeln und höllisches Gelächter - Das Lachen in Kunst und Kultur des Mittelalters“
Ausstellung des Dom- und Diözesanmuseums Mainz vom 27. 4. - 16.9.2012

© Bildarchiv Foto Marburg

Seit dem Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco ist bekannt, dass das Lachen im Mittelalter eine heikle Sache sein konnte. Tatsächlich galt das heftige, maßlose oder törichte Lachen in monastischen Kreisen des Früh- und Hochmittelalters als verwerflich und wurde oft einem höllischen Gelächter gleichgesetzt. Mit der Wiederentdeckung verschiedener Schriften des Aristoteles, der das Lachen als ein Wesensmerkmal des Menschen beschrieb, setzt sich im 13. Jh. eine positivere Beurteilung des Lachens durch, bevor die Passionsfrömmigkeit des Spätmittelalters das Weinen höher bewerten und das Lachen erneut verurteilen wird.

Die Ausstellung widmet sich erstmalig diesem Thema und präsentiert herausragende Werke mittelalterlicher Kunst, darunter prominente Plastik des 13. -14. Jahrhunderts wie die Reliefs des Naumburger Meisters vom ehem. Lettner des Mainzer Doms. In frühen Inkunabeln und illuminierten Handschriften kommen mittelalterliche Autoren selbst zu Wort, Bildteppiche und Werke der Goldschmiedekunst ergänzen die Thematik. Im Katalog zur Ausstellung bieten namhafte Fachautoren einen Überblick über die gesellschaftliche Bewertung des Lachens von der Antike bis zum Spätmittelalter; die abgebildeten Kunstwerke entfalten das ganze Panorama mittelalterlichen Gelächters.

Das Bildarchiv Foto Marburg ist als Partner des Dommuseums mit über fünfzig historischen Fotografien an Ausstellung und Katalogbuch beteiligt.

www.dommuseum-mainz.de

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