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Eine Ikone der modernen Architektur wieder zugänglich

© Bildarchiv Foto Marburg

Seit März 2012 ist die Villa Tugendhat in Brünn, ein Hauptwerk der modernen Architektur, wieder für das Publikum geöffnet.

Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) hatte das Gebäude 1928 als repräsentatives Wohnhaus für das jüdische Unternehmer-Ehepaar Fritz und Grete Tugendhat entworfen. Nur wenige Jahre später musste die Familie wegen der nationalsozialistischen Verfolgungen emigrieren. Die Villa wurde geplündert und war jahrzehntelang dem Verfall ausgesetzt. Bereits 2001 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen, wurde ab 2010 eine aufwändige und sorgfältige Restaurierung durchgeführt.

Dem heutigen Besucher eröffnet sich nun erneut die bestechende Eleganz und Schlichtheit der großzügigen, durch den behutsamen Einsatz wertvoller Baumaterialien geprägten Räume. Auf der zeitgenössischen Aufnahme aus dem Franz-Stoedtner-Archiv erscheint die elegant geschwungene Trennwand aus Makassar-Ebenholz, die den Essbereich vom übrigen Wohnraum separiert, noch im ursprünglichen Zustand. Das kostbare Furnier war lange verschollen und wurde erst 2011 durch glücklichen Zufall in einer Mensa der Brünner Universität wiederentdeckt.

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