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Expressionismus und Exoten

© Bildarchiv Foto Marburg

Der Sammler und Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus (1874-1921) hatte für sein 1902 in Hagen gegründetes Museum Folkwang eine vorzügliche Sammlung Klassischer Moderne und außereuropäischer Skulptur zusammengetragen. Indem er in der Sammlungsinszenierung außereuropäische Kunst mit Werken des Expressionismus konfrontierte, wurden sonst nur im völkerkundlichen Kontext gezeigte Artefakte erstmals in den Rang westlicher Hochkunst gehoben.

Seit 1921 befindet sich das Museum Folkwang in Essen. Die aktuelle Ausstellung zur Wiedereröffnung zeigt die Sammlungsschätze in der von Osthaus konzipierten Kombination von Avantgardekunst und Skulpturen des Altertums, des Orients oder tribaler Gesellschaften Afrikas und Asiens.

Die 1910 ebenfalls von Osthaus gegründete „Photographien- und Diapositivzentrale“ beherbergte 20.000 Aufnahmen zur in Hagen begründeten Sammlung sowie zu ausgewählten Kunstwerken vieler Länder und Epochen. Zu den Schwerpunkten dieses didaktischen Teils gehörten wiederum Werke des Expressionismus und Impressionismus, des Kunstgewerbes, des Jugendstils sowie Zeugnisse außereuropäischer Kunst. 1933, vier Jahre bevor Kerne der Essener Sammlung von den Nationalsozialisten konfisziert wurden, ging das bedeutende Fotoarchiv in das Eigentum des Bildarchivs Foto Marburg über.

Das Osthaus-Archiv im Bildarchiv Foto Marburg

Ausstellung ‚Das schönste Museum der Welt’

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