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20.12.2005

1,7 Millionen Euro für neues Graduiertenkolleg

„Intra- und interzellulärer Transport und Kommunikation“ von Deutscher Forschungsgemeinschaft bewilligt

Am 15. Dezember 2005 bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Antrag der Philipps-Universität Marburg auf Einrichtung des neuen Graduiertenkollegs „Intra- und interzellulärer Transport und Kommunikation“. Künftiger Sprecher des Graduiertenkollegs, das über einen Zeitraum von 4,5 Jahren mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert wird, ist Professor Dr. Uwe Maier, Zellbiologe am Fachbereich Biologie der Philipps-Universität.

Das Graduiertenkolleg wird von Maier gemeinsam mit sieben weiteren Arbeitsgruppen des Fachbereichs Biologie, drei Arbeitsgruppen des Fachbereichs Medizin und drei Gruppen des Marburger Max-Planck-Instituts für Terrestrische Mikrobiologie durchgeführt werden. Zu den Beteiligten gehören Mitglieder von drei Sonderforschungsbereichen der Universität sowie Mitglieder der International Max Planck Research School in Marburg.

„Mit insgesamt 14 Doktoranden werden wir nun der Frage nachgehen“, so Maier, „wie Proteine und Lipide zu verschiedenen Orten in Zellen transportiert werden, um dort komplexe biologische Prozesse zu steuern.“ Zu den bearbeiteten Modellen gehören unter anderem Viren, Bakterien, Pilze, Protisten, die Taufliege Drosophila und schließlich auch humane Zellkulturen.

Zudem sollen den Doktoranden „advanced training courses“, Seminare, Vorlesungen und Workshops angeboten werden. Auch der Besuch internationaler Konferenzen, die Organisation einer eigenen internationalen Konferenz und ein dreimonatiger Gastaufenthalt an einem international führenden Labor sind verpflichtend vorgesehen. „Die Zugangsvoraussetzungen für das Graduiertenkolleg werden daher sehr anspruchsvoll sein“, erklärt Maier.

Der DFG hatten in diesem Jahr 205 Neuanträge vorgelegen, von denen sie nun 26 zur Förderung ausgewählt hat. Im Jahr 2006 wird sie keine weiteren Graduiertenkollegs fördern.

Insgesamt verfügt die Marburger Universität jetzt über sieben DFG-geförderte Kollegs – teilweise in Kooperation mit anderen Hochschulen –, in deren Rahmen sie eine strukturierte Doktorandenausbildung anbietet. Neben dem neuen Kolleg sind dies:

  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: Ursachen, Phänomenologie und Konsequenzen (Sprecher: Professor Dr. Ulrich Wagner)
  • Neuronale Repräsentation und Handlungssteuerung – NeuroAct (Sprecher: Professor Dr. Frank Bremmer)
  • Electron-electron interactions in solids (Sprecher: Professor Dr. Florian Gebhard)
  • Transcriptional control in developmental processes (Sprecher: Professor Dr. Guntram Suske)
  • Zell-Zell-Interaktionen im Reproduktionsgeschen (stellvertr. Sprecher: Professor Dr. Gerhard Aumüller)
  • Proteinfunktion auf atomarer Ebene (Sprecher: Professor Dr. Alfred Batschauer)

Detailliertere Informationen sind auf den Internetseiten des Referats für Forschung und Transfer zu finden.

Der Ausbau der strukturierten Graduiertenausbildung für alle Nachwuchswissenschaftler ist erklärtes Ziel der Philipps-Universität. Neben den Graduiertenkollegs bietet sie darum unter anderem das Promotionskolleg für Geistes- und Sozialwissenschaften der Philipps-Universität Marburg, das Graduiertenprogramm Friedens- und Konfliktforschung der Deutschen Stiftung Friedensforschung und das Promotionskolleg Geschlechterverhältnisse im Spannungsfeld von Arbeit, Politik und Kultur der Hans-Böckler-Stiftung an (siehe hierzu eine weitere Internetseite des Referats für Forschung und Transfer). Darüber hinaus befindet sich in Marburg auch die bereits genannte International Max Planck Research School, die gemeinsam mit Hochschullehrern der Philipps-Universität durchgeführt wird.

Zuletzt aktualisiert: 20.12.2005 · Thilo Körkel

 
 
 
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